Vom Aussterben bedroht

Die letzten Handwerker hatten unser neues Zuhause gerade erst verlassen, da wurde schon die erste Sonderausstellung eröffnet. 

Wer Ohlbrocks Weg im Jahr 1957 Richtung Flugplatz entlangspazierte, konnte dicke Sumpfdotterblumen entdecken, Kiebitze und Grasfrösche, die während der Paarungszeit dicht an dicht in einem kleinen Tümpel anzutreffen waren. Drei Jahrzehnte später waren diese Sehenswürdigkeiten verschwunden. Das Hühnermoor bekam seinen Namen von der dort lebenden Birkhühnern. Auch die sind dort nicht mehr heimisch, es gibt kaum noch Sonnentau, Moosbeere, nur eine Wollgrasart, keine Rosmarienheide mehr.

Beispiele für solch konkret sichtbare Reduktion der Artenvielfalt im Kreis Gütersloh durch die oft gedankenlose Ausbeutung der Trocken- und Feuchtbiotope durch den Menschen lieferte diese Ausstellung – aber auch für die Selbstheilungskräfte der Natur, wie sie in einigen Steinbrüchen zu beobachten ist.

Vom 8. bis 27. November 1986.