Graudenz – eine ungewöhnliche Stadt. Aquarelle von Zbigniew Szczepanek

2014 bestand Güterslohs Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Graudenz (Grudziadz) 25 Jahre. Aus diesem Anlass gab es eine Ausstellung mit Stadtansichten aus Graudenz. Eine polnische Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Stadtpräsidenten Przemyslaw Slusarski nutzte den Besuch zur Eröffnung, um weitere Kontakte zwischen Gütersloher und Graudenzer Institutionen zu knüpfen.

graudenzSo standen unter anderem Gespräche mit dem Kinderschutzbund und dem Klinikum Gütersloh auf dem Programm – ein besonderes Anliegen von Beata Przybylska, die in Graudenz für den Bereich Sozales zuständig ist. Zur Vorbereitung der Praktikumsbörse im Juni, an der auch Lehrer und Lehrerinnen aus der polnischen Partnerstadt teilnehmen werden, traf sich die Delegation mit Lehrern und Lehrerinnen des Städtischen Gymnasiums.

Für Malgorzata Kurzynska, Leiterin des Graudenzer Stadtmuseums, und ihren Gütersloher Kollegen Dr. Rolf Westheider sollte die Ausstellung mit Bildern des polnischen Künstlers Zbigniew Szczepanek ebenfalls nicht die letzte Zusammenarbeit gewesen sein. Im Herbst 2014 reisten ungewöhnliche Stadtansichten aus Gütersloh – Fotografien von Peter Smiatek aus dem Buch „Gütersloh von oben“ – in die Partnerstadt. Und auch die 48 Aquarelle aus Grudziadz, die ebenso durch Detailtreue wie durch die eigene Handschrift des 81-jährigen Malers und Zeichners bestechen, dürfte zahlreiche Gütersloh animiert haben, in die polnische Partnerstadt zu reisen.

Zbginiew Sczepanek ist ein Atuodidakt. Erst im Ruhestand entdeckte er die Aussagekraft der Aquarellmalerei und widmete sich zunäachst der Darstellung von herausragenden historischen Gebäuden in seiner Heimat Polen – Burgen, alte Festungen und Schlösser hat er unter anderem auf diese Weise dokumentiert. Im Rahmen dieser Arbeit „entdeckte“ er die Stadt Graudenz und erstellte eine umfassende Serie von Aquarellen, die meistens historische Gebäude in den Mittelpunkt stellen, diese aber in ihren aktuellen Bezügen belassen. Allen gemeinsam ist der souveräne Umgang mit Licht und Schatten und eine klar erkennbare Handschrift,  verbunden mit sicherem Beherrschen der Technik. Die Ansichten sind auch in einem Buch zusammengefasst, dass Przemyslaw Slusarski bei der Ausstellungseröffnung der stellvertretenden Bürgermeisterin Monika Paskarbies überreichte.

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Bei der Ausstellungseröffnung trafen sich v.l. die Graudenzer Museumsleiterin Malgorzata Kurzynska, Güterslohs stellvertrende Bürgermeisterin Monika Paskarbies, Beata Przybylska von der Stadt Grudziadz, Dolmetscherin Ursula Seyfarth, der stellvertrende Stadtpräsident aus Graudenz Przemyslaw Slusarski, Karin Delbrügge, bei der Stadt Gütersloh verantwortlich für den Kontakt zu den Partnerstädten, Museumsleiter Dr. Rolf Westheider und die Gütersloher Malerin Ute Kugel-Erbe, die zu den ersten Gütersloher Künstlern gehörte, die in Graudenz ausstellten.

Vom 11. Mai bis zum 13. Juni 2014