Rshew im Fokus. Ein Foto-Projekt von Andrey Sosnin

Rshew und Gütersloh – das ist die einmalige Geschichte einer Versöhnung und Freundschaft zwischen Russen und Deutschen.

Am Ausgangspunkt steht die Schlacht um Rshew im Zweiten Weltkrieg mit einer kaum vorstellbar hohen Zahl an Todesopfern und vielfachem Leid auf russischer wie deutscher Seite. Noch heute finden sich die sterblichen Überreste von Soldaten beider Seiten in und um Rshew.

Rshew-im-FokusFast ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende reichten sich die ehemaligen Gegner die Hand zur Versöhnung und zur Freundschaft. Seitdem gab es intensive Kontakte und eine Vielzahl an Projekten, die – vorläufiger Höhepunkt – 2009 zur offiziellen Gründung einer Städtepartnerschaft führten.

Deutsche und russische Jugendliche an einem Schauplatz des Zweiten Weltkrieges

Eine nicht unwichtige Rolle spielten dabei auch deutsche und russische Jugendliche. Unter dem Dach des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. organisierte Rolf Furtwängler, Studiendirektor am Evangelisch Stiftischen Gymnasium, 1997 das erste deutsch-russische Jugend-Workcamp in Rshew. Die Besonderheit dabei: Im Mittelpunkt stand die Beschäftigung mit den Spuren des Zweiten Weltkrieges. Seitdem haben mehrere Generationen von Schülern des ESG gemeinsam mit russischen Jugendlichen Soldatengräber beider Seiten gepflegt, mit Zeitzeugen gesprochen, Sehenswürdigkeiten besucht, ihre Freizeit miteinander verbracht. Sie haben dabei Verständnis für die jeweils andere Kultur entwickelt und als Friedensbotschafter gewirkt.

Der junge deutsch-russische Fotograf Andrey Sosnin begleitete die Jugendlichen mit der Kamera. Die Neue Westfälische berichtete unter der Überschrift Dokumentation im „Ost-Look“.

Fotos der Ausstellung finden Sie auf der Webseite des Künstlers unter www.andrey-sosnin.de.

Vom 9. August bis zum 21. September 2014