Ampelmännchen & Co. – Weltreise mit Ampeln und Verkehrsschildern

„Bei rot stehen, bei grün gehen“, das wissen wir alle seit dem Kindergarten. Aber Ampeln sorgen nicht nur für Sicherheit auf der Straße. Sie sind auch Werbeträger, Kulturgut und Zeitdokument. Was so alles in Ampelfiguren und Verkehrszeichen steckt, zeigen wir bis zum 18. Februar 2018 in der großen Sonderausstellung „Ampelmännchen & Co.“.

Vor Jahren wäre ein Händchen haltendes gleichgeschlechtliches Paar Ampelmännchen oder Ampelweibchen ein Skandal gewesen. Inzwischen lassen einige Städte, wie zum Beispiel London, zur Gay-Pride ganz offiziell ebensolche Ampeln anbringen, um ihre Solidarität mit den Homosexuellen in der Stadt zu zeigen. Andere Städte und Länder verwenden Ampeln zum Standortmarketing, beispielsweise Mainz durch die bekannten Mainzelmännchen aus der Werbung des ZDF. An einigen Standorten werden als Zeichen gelebter Gleichberechtigung inzwischen auch weibliche Ampelsymbole verwendet, wie die Ampelfrau Sofie in den Niederlanden.

Museumsleiter Franz Jungbluth (l.) und Sammler Frank Föste tragen Ampelfiguren und Verkehrsschilder aus aller Welt zusammen.

Die Ausstellung „Ampelmännchen & Co.“ zeigt Vielfalt und Wandel im Spiegel der Ampel. Dafür haben das Stadtmuseum Gütersloh und der Bielefelder Frank Föste über 200 Objekte rund ums Thema Verkehr zusammengetragen, vor allem originelle Ampelmotive aussagekräftige Verkehrsschilder aus aller Welt. Die Ausstellung bietet auf beiden Sonderausstellungsflächen des Museums abwechslungsreiches Edutainment für Groß und Klein. Für Schulen und Kitas gibt es eigene Gruppenangebote. Aber auch alle anderen Besucher, die sich von der Ausstellung inspiriert fühlen, haben die Möglichkeit, in der Ideenwerkstatt im Fachwerkhaus ihre eigenen Ampelfiguren und Verkehrszeichen zu gestalten.

Das Westfalen-Blatt berichtete unter der Überschrift ›„Bei Rot ging es in China weiter“, die Glocke titelte ›„Ampelmännchen als Kunstwerke“.

Vom 26. November 2017 bis zum 18. Februar 2018


Ampel im Innenhof − Motive gesucht

Originell und passend zur Ampelmännchenausstellung präsentiert sich unser Innenhof seit dem Nikolausabend. Statt Weihnachtsbaum oder Adventskranz beleuchtet eine Verkehrsampel in Originalgröße den Eingang zum Museumsgebäude. Für das weihnachtliche Element sorgen die Leuchtscheiben mit einer grünen Tanne, einem schwarz auf gelb leuchtenden Rentierschlitten und einer roten Nikolausmütze.

In dieser Zusammenstellung ist die Ampel ein reines Kunstprodukt. Zwar haben mehrere skandinavische Städte und in Deutschland neuerdings die Hansestadt Bremen tatsächlich Weihnachtsmannampeln. Der Tannenbaum ist hingegen von einem Berliner Street-Art-Projekt inspiriert, das Ampelscheiben in der Hauptstadt vor einigen Jahren eigenmächtig weihnachtlich gestaltet hat. Während diese Aktion an echten Ampeln als Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung nicht allzu lange überlebte, schmücken wir uns bis zum letzten Wochenende der Weihnachtsferien mit den jahreszeitlichen Ampelmotiven.

Nach dem Jahreswechsel wird die Weihnachtsampel dann zur Besucherampel umfunktioniert. Unter allen Bildern und Zeichnungen, die bis zum 7. Januar 2018 in der „Kreativwerkstatt“ der Ampelmännchen-Ausstellung eingereicht werden, suchen wir zusammen mit Ausstellungsmacher Frank Föste die drei schönsten Motive aus. Diese werden mit Spezialfolie auf Ampelscheiben aufgetragen und Mitte Januar im Museumshof präsentiert.