Zimmerfahrstühle und Handbetriebs-Fahrräder. Aus der Geschichte des Rollstuhls

Die „Erste Oeynhauser Krankenfahrzeug-Fabrik H. W. Voltmann“ stellte zwischen 1871 und 1979 in der westfälischen Kurstadt Bad Oeynhausen Rollstühle aller Art her. Es gab „Krankenfahrstühle“, wie sie lange genannt wurden, zum Schieben draußen („Fahrstühle“) oder in kleinerer Variante für drinnen („Zimmer-Fahrstühle“), ab etwa 1900 auch als „Selbstfahrer“ oder eben „Handbetriebs-Fahrräder“, ab den 1920er Jahren auch mit Elektro- oder Verbrennungsmotor. Alle diese bis in die 1960er Jahre hinein noch sehr sperrigen, aus Holz und Stahlrohr gefertigten Fahrzeuge hatten eines gemeinsam: Mit ihnen gewannen Gehbehinderte einen größeren Mobilitätsradius.

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Geburtshilfe im Wandel der Zeit

Kindern auf die Welt zu helfen ist überwiegend Frauensache. Im 17. Jahrhundert scharten sich bisweilen bis zu 20 Helferinnen um die Gebärende. Was ihre Vorgängerinnen auszeichnete und wie sich das Hebammenwesen im Laufe der Zeit entwickelt hat, zeigten die Hebammen des Klinikums Gütersloh im Mai 2012 anlässlich des Internationalen Hebammentages in einer Ausstellung. Weiterlesen →

Mediziner und Malerei XII

Auch Mediziner greifen gerne zum Pinsel – das zeigt die renommierten Wanderausstellung „Mediziner und Malerei“, die 1988 von dem Köthener Mediziner Dr. Peter Erdmenger ins Leben gerufen wurde. Erdmenger knüpft damit erfolgreich an die Veranstaltungsreihe „Mit Stethoskop und Palette“ an, die in den 1960er Jahren in Ostberlin Furore machte. Weiterlesen →

Alles halb so schlimm. Kinderbücher und Spielzeug zu Medizin, Krankheit und Heilung

„Das sind ja bloß Kinderkrankheiten“ hört man häufig, wenn etwas noch nicht recht funktioniert, oder wenn etwas als nicht so gravierend empfunden wird. Kinderkrankheiten sind also nicht so schlimm, gehen vorbei, jeder hat sie mal, aber dann nicht wieder. Oder? Weiterlesen →

Die Entdeckung der Beweglichkeit. Alter, Krankheit und Behinderung in der Geschichte

Körperliche Beweglichkeit hat viele Facetten. Was es heißt, durch Alter, Krankheit oder Behinderung eingeschränkt mobil zu sein, hat sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts erheblich gewandelt. Mobilität als Voraussetzung für Lebensqualität, soziale Teilhabe und Selbstbestimmung wurde immer wichtiger. Weiterlesen →

Ein Geburtsstuhl für die Kunst

Die Ausstellung „Von der Kunst zum Kinderkriegen. Moderne Kunst in Verbindung mit Forschungen zur Volkskunde“ spannte 2006/07 den Bogen von Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft in der Kulturgeschichte bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Konzipiert wurde dieses für das Lippische Landesmuseum Detmold neuartige Projekt von der Abteilung Volks- und Landeskunde in Zusammenarbeit mit der Lemgoer Künstlerin Dagmar Diekmann. Weiterlesen →

Au Backe. Vom Zahnreißen zum Zahnerhalten

Noch bis vor wenigen Generationen besorgten Barbiere und reisende Zahnbrecher das für die Leidenden unangenehme und schmerzhafte Geschäft des Zähneziehens. Die Ausstellung zeigtr anhand von seltenen und eindrucksvollen Exponaten die Geschichte der Zahnmedizin von den handwerklichen und ganz unmedizinischen Anfängen bis hin zur heutigen High-Tech-Behandlung. Weiterlesen →

Mobil bleiben – im Gesundheitszentrum Bad Laer

Mobilität bedeutet Lebensqualität. Das gilt insbesondere für Menschen, die aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Kriegsverletzung in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Mobilität ist auch wichtig in der konkreten Rettungs- und Behandlungssituation. Entsprechende Hilfsmittel sind heutzutage weit entwickelt. In früheren Zeiten war das nicht der Fall. Weiterlesen →

Kunst auf Rezept – Die Sammlung Kraft

Ende der 1980er Jahre wurden die schwarzweißen Rezeptformulare für Kassenärzte durch rosafarbene ersetzt. Der Neurologe Hartmut Kraft hatte Maler und Graphiker aus den verschiedensten Ländern daraufhin gebeten, die alten Vordrucke zu bearbeiten, neu zu gestalten: 162 Künstler hatten sich von seinem Vorschlag zu eigenen Werken inspirieren lassen. Weiterlesen →