Ein Schultag im Museum

schulklasseGefördert von der Bürgerstiftung Gütersloh

I. Museumsbesuche für Schulklassen

Das Stadtmuseum Gütersloh ist ein wichtiger außerschulischer Lernort. Hier werden zentrale Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt. Sammeln und bewahren, ordnen und aufbereiten, präsentieren und erläutern: All das sind nicht nur zentrale Aufgaben des Museums, sondern auch wichtige pädagogische Anliegen, die im Museum anschaulich und unmittelbar an Schülerinnen und Schüler weiter vermittelt werden können.

Das Stadtmuseum ist in der Lage, mit der Vermittlung von Geschichte, Tradition und Brauchtum elementare Werte zu vermitteln. Spielerische Inszenierungen, ein erzählerischer Rahmen und kreative Elemente machen das Lernen schülerfreundlich. Lehrerinnen und Lehrer bestätigen regelmäßig den großen Erfolg des hier Erlebten.

Zweck und Ziel
Schulen soll die Möglichkeit geboten werden, für Exkursionen und während der Projekttage die museumspädagogischen Angebote des Stadtmuseums länger und inhaltlich vielfältiger nutzen zu können, als dies im Rahmen einer Führung von ein oder zwei Schulstunden Dauer möglich ist. Die Angebote sind so reichhaltig, dass ohne weiteres ein ganzer Tag mit Gewinn im Museum verbracht werden kann. mitzufinanzieren.

Das Stadtmuseum Gütersloh hat sich nicht zuletzt durch das Projekt „LernZeit – SpielZeit“ in seinem museumspädagogischen Schwerpunkt wahrnehmbar und anerkannt weiterentwickelt. Darauf möchten wir aufbauen, um dem zunehmenden Bedarf der Schulen an außerschulischen Lernangeboten gerecht werden zu können. Wir werden ermutigt durch die große Zufriedenheit mit unseren Dienstleistungen.

Zielgruppen
Angesprochen werden Schulklassen der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I. Auf die Integration sozial benachteiligter Kinder wird ein besonderes Augenmerk gerichtet.

II. Die einzelnen Elemente

Museumsrallye
In der Kupferschmiede Thiro können Kinder auch heute noch Kupferfolie bearbeiten, die sie mit Mustern verzieren. Dann kann sie später für eine Materialcollage benutzt werden.
Beim Hörbuch machen wir Halt und hören uns die alte Sprechweise von früher an. Wir schreiben wie im Mittelalter mit Gänsekiel und Farbe und versuchen, die Schrift der alten Urkunden auf besonders schönem Papier nachzuschreiben. Wir besuchen die Arztpraxis Angenete. Der Arzt (Rollenspiel) erwartet seinen Patienten am Schreibtisch, hört sichseine Beschwerden an, misst den Blutdruck, legt einen Verband an (evtl. Gipsverband) und schickt ihn mit einem Rezept (Vordruck: Liste derBegriffe auf den Schubladen) in die Apotheke. Der Apotheker gibt die Arznei (Tee, Heilkräuter, Bonbons usw. ) heraus.

busch

Hochbetrieb im Stadtmuseum: Lucie Göhlsdorf, alias Oma Stedtfeld, erzählt aus ihrem Leben „auf’m Busch“. Noch bis morgen unternehmen die vierten Grundschulklassen ihre jährliche Stadtrallye, seit 2000 der Dauerbrenner in der Vermittlung von Stadtgeschichte schlechthin. Mit dabei: der Bahnreisende von 1875. Auch er hat viel zu erzählen. So soll Schule sein, wenn sie rausgeht!

Dufträtsel in der Apotheke

An der Eisernen Lunge geht kein Kind ohne Frage vorbei

Ratespiel im Wartezimmer
2 Kinder müssen abwechselnd eine Minute lang Objekte aus dem Museum (näher bestimmen) benennen. Wer kein Objekt auf Anhieb weiß, gibt weiter. Die Begriffe werden gezählt, die Gewinner erhalten einen kleinen Preis.

Textilherstellung
Wir basteln Häubchen (Mädchengruppe) aus Filz, die wir mit Bändern, Knöpfen, Metall usw. verzieren. Die Jungen können einen Zylinder aus schwarzem Karton herstellen.

Industrieabteilung
Holzbearbeitung am Schraubstock an der Werkbank. Es macht auch den Kindern Spaß, mit einemalten Telefon mit Wählscheibe zu telefonieren. 2 Apparate – Haustelefon.

Inventarisierungskoffer
Im Museum ist ein Koffer versteckt, der von den Kindern gesucht wird. In dem Koffer sind „Museumsobjekte“ enthalten, die von den Kindern laut Karteikarte inventarisiert (gemessen, gewogen, gezeichnet) werden müssen.

Verkleidungskoffer

Holzschuhlauf oder Stelzenlauf