Verwischte Spuren. Erinnerung und Gedenken an nationalsozialistisches Unrecht in Westfalen – eine biografische Suche

„An das Rote Kreuz, Genf. Ich bitte Sie hiermit recht höflichst, die Adresse meiner Eltern ausfindig zu machen. Sie waren zuletzt in Zbąszyń an der polnischen Grenze. Das war das letzte, was ich von ihnen hörte.“ Susi Schmerler, eine junge Frau aus Bochum, schrieb diese Zeilen im Herbst 1939. Dieses Schicksal ist eines von 16 Lebensläufen, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in der Wanderausstellung „Verwischte Spuren“ vorstellt. Weiterlesen →

„Jud Süß“ – Geschichte(n) einer Figur

Die Ausstellung zeigte am Beispiel der historischen Figur Joseph Süß Oppenheimers, wie Vorurteile und Stereotypen kultiviert und fortgepflanzt werden können. Ausgehend von der Lebensgeschichte Oppenheimers wurden die verschiedenen antisemitischen aber auch positiven Versuche der Aufladung der Figur entlang ihrer Rezeptionsgeschichte verfolgt und bis in die heutige Zeit hinein präsentiert. Weiterlesen →

„Deserteure an Front und Heimatfront“? – NS-Justiz in Westfalen-Lippe

Die regionalhistorische Ausstellung dokumentiert das Gefangenenlager Oberems und das Schicksal von zwanzig Männern und Frauen aus Westfalen, die dort ihre Haftstrafen wegen „Wehrkraftzersetzung“ verbüßen mussten. Ihre „Delikte“ waren z.B. kritische Äußerungen zum nationalsozialistischen Staat, Sabotage in Rüstungsbetrieben und Beihilfe zur unerlaubten Entfernung von der Truppe. Weiterlesen →