Miele. Seit hundert Jahren in Gütersloh

1899 gründeten Carl Miele und Reinhard Zinkann im westfälischen Herzebrock die Zentrifugenfabrik Miele & Cie. Das junge Unternehmen war erfolgreich, wuchs und musste dringend erweitert werden. 1907 zog die Firma um in die benachbarte Industriestadt Gütersloh – eine für beide Seiten gute Entscheidung. Seitdem gehören Miele und Gütersloh zusammen.

Das Weltunternehmen Miele ist in der ostwestfälischen Kreisstadt fest verwurzelt, die Geschichte Güterslohs in den letzten hundert Jahren ohne Miele nicht mehr denkbar.

mieleDie vielfältigen Verflechtungen zwischen Stadt und Unternehmen Miele zeigte eine Ausstellung auf, die vom Stadtmuseum Gütersloh in Zusammenarbeit mit Miele erstellt wurde. Wie ein roter Faden zogen sich Aspekte der Miele-Geschichte durch die Stadtgeschichte Güterslohs: Gründung und Umzug, erste Miele-Produkte und Mieles Qualitätsauffassung, die Bedeutung Mieles für das gesellschaftliche Leben der Stadt, die Rolle der Eisenbahn für Miele, Miele in den Kriegen, Lehre und Ausbildung, Gesundheit und der Wandel vom Bahnversand zur modernen Logistik sind einige Themen, die in Text, Bild und mit Exponaten gezeigt wurden.

Blickfang waren eine Reihe historischer Miele-Geräte, an denen insbesondere die Entwicklungsgeschichte der Waschmaschine nachvollzogen werden konnte. Darüber hinaus gab es wechselnde Exponate, etwa historische Werbeplakate oder eine Vitrine mit besonderen „Schätzen“, den Beginn machten eine Miele-Lok und einige Miele-Waggons für die Modelleisenbahn. Die Ausstellung begleitete zudem ein museumspädagogisches Programm für jung und alt.

Viele Besucher folgten dem Roten Faden durch das Museum in eine Zeit, als man sich fragte, was wohl werden würde, „wenn Vater waschen müsste…“!

Vom 28. November 2007 bis zum 25. Mai 2008